Die betriebliche Bildungsbedarfsanalyse

Bei der betrieblichen Bildungsbedarfsanalyse vergleicht man die Qualifikationserfordernisse mit dem Kompetenz- und Qualifikationsvermögen der Beschäftigten.

Betriebliche Qualifikationserfordernisse ergeben sich aus den Anforderungen der Arbeitsprozesse und beziehen sich dabei auf gegenwärtig und zukünftig zu erwerbende  Kompetenzen der Beschäftigten.

Der Bildungsbedarf wird über die Differenz zwischen den betrieblichen Qualifikationserfordernissen und dem Kompetenz- und Qualifikationsstand der Beschäftigten ermittelt. Eine Bildungsbedarfsanalyse bildet die Grundlage für eine umfassende und nachhaltige Weiterbildungsplanung.

Die Bildungsbedarfsanalyse kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen:

  • Der individuelle Bedarf eines Mitarbeiters wird erhoben.
  • Der Qualifikationsbedarf für einen Bereich oder ein Team wird erhoben.
  • Qualifikationen und Erfahrungen, die in einem Unternehmen aktuell oder zukünftig benötigt werden, werden mit den Kompetenzen der gesamten Belegschaft abgeglichen.

Eine Bedarfsermittlung muss nicht aufwendig sein. Hilfreich sind vier Leitfragen:

  • Was ist das Aufgabengebiet (und damit zusammenhängend die Tätigkeitsschwerpunkte) des Unternehmens,  des Bereichs, des Teams oder des Beschäftigten?
  • Verändert sich das Aufgabengebiet (und damit zusammenhängend die Anforderungen) in Zukunft (z.B. durch neue Unternehmensziele, Einsatz neuer Techniken, ablauf- und aufbauorganisatorische  Änderungen)?
  • Welche Kompetenzanforderungen ergeben sich daraus (Fachwissen, Erfahrungswissen und Branchen-Know-How, Methodenkenntnisse, sozial-kommunikative Fähigkeiten)?
  • Was davon ist (ausreichend) vorhanden, was fehlt, was sollte gezielt ausgebaut werden?

Beispiel für die Analyse des Bildungsbedarfs

>> Tabelle: Analyse des Bildungsbedarfs nach Dr. Rita Linderkamp (pdf)