Förderung von Weiterbildung

Weiterbildung wird gefördert. Auch ArbeitnehmerInnen in einem Beschäftigungsverhältnis können unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten und zwar

  1. IWiN-Förderung
    Mit dem Programm "IWiN - Individuelle Weiterbildung in Niedersachsen" fördert das Land Niedersachsen die Weiterbildung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Hierzu werden noch bis zum 31.12.2014 Zuschüsse aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Niedersachsen gezahlt.
    www.iwin-niedersachsen.de/index.php/foerderung

  2. Fördermöglichkeiten von Aufstiegsfortbildungen
    Informationen über Fördermöglichkeiten im Rahmen von Aufstiegsfortbildungen (z.B. Meister- und Technikerausbildungen) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz - AFBG (auch Meister-BAföGgenannt) findest Du auf der Internetseite des Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Internetadresse
    www.meister-bafoeg.info

  3. Bildungsprämie
    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt Erwerbstätige bei beruflicher Fortbildung durch die sogenannte "Bildungsprämie" (www.bildungspraemie.info). Auf dieser Internetseite steht ein Flyer "Wie finde ich die richtige Weiterbildung" zum Download bereit und es gibt Hinweise auf Beratungsstellen.

  4. Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss
    Geringqualifizierte beschäftigte ArbeitnehmerInnen können zum Nachholen eines Berufsabschlusses die Weiterbildungskosten gefördert bekommen. Dies gilt auch, wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, aber seit mindestens vier Jahren in an- oder ungelernter Tätigkeit beschäftigt wird und die erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben kann. Bei diesen 4 Jahren werden nicht nur Beschäftigungszeiten in un- und angelernter Tätigkeit, sondern neben Zeiten der Arbeitslosigkeit auch Pflege- und Erziehungszeiten mit berücksichtigt. Damit wird pflegenden Angehörigen und Berufsrückkehrern nach Familienzeiten der Zugang zur Weiterbildung erleichtert.

    Arbeitgeber, die ArbeitnehmerInnen zum Nachholen eines Berufsabschlusses unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freistellen, können von der Agentur für Arbeit für das auf die Qualifizierungszeit anfallende Arbeitsentgelt Zuschüsse erhalten.

  5. Förderung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über 45 Jahre in kleinen und mittleren Unternehmen
    In Beschäftigung stehende ArbeitnehmerInnen können bei beruflicher Weiterbildung durch die Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn
    • sie bei Beginn der Teilnahme das 45. Lebensjahr vollendet haben,
    • sie im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses für die Zeit der Teilnahme an der Maßnahme weiterhin Anspruch auf Arbeitsentgelt haben,
    • der Betrieb, dem sie angehören, weniger als 250 Arbeitnehmer beschäftigt,
    • die Maßnahme außerhalb des Betriebes, dem sie angehören, durchgeführt wird und
    • der Träger und die Maßnahme für die Förderung zugelassen sind.

  6. Förderung von ArbeitnehmerInnen unter 45 Jahre in kleinen und mittleren Unternehmen
    Auch die Weiterbildung von ArbeitnehmerInnen unter 45 Jahren in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) kann gefördert werden. Allerdings ist hier zusätzliche Voraussetzung, dass sich der Arbeitgeber mit mindestens 50 % an den Lehrgangskosten beteiligt. Mit der ab April 2012 wirksamen und bis Ende 2014 befristeten neuen Regelung, werden Anreize zu einer stärkeren Weiterbildungsbeteiligung in kleinen und mittleren Unternehmen geschaffen.

  7. weitere Fördermöglichkeiten
    Einen guten Überblick über Förderprogramme, mit denen die Aus- und Weiterbildung unterstützt werden kann, findest du auf der Website Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie:
    www.foerderdatenbank.de

  8. Förderung von Weiterbildung bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit
    Die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung muss notwendig sein, um ArbeitnehmerInnen bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, oder weil die Notwendigkeit einer Weiterbildung wegen fehlenden Berufsabschlusses anerkannt ist. Ob eine Weiterbildungsförderung bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit möglich ist, entscheidet die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter des Wohnortes unter Berücksichtigung der individuellen und arbeitsmarktbezogenen Fördervoraussetzungen. Wichtig ist, dass die betroffene Person vor Beginn einer Weiterbildungsmaßnahme durch die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter beraten werden.

    Umfangreiche Informationen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung gibt es auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter: Bundesagentur für Arbeit

  9. Steuervorteile nutzen:
    Ausgaben für die Weiterbildung reduzieren die Steuerlast. Der Fiskus erkennt die Gebühren für einen Lehrgang, die Kosten für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung am Kursort, Ausgaben für Bücher, Lehrmittel und Arbeitszimmer an.

Infos